Hintergrundpapier Windgas in Englisch
Windgas – Studie von Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer Institut
Erdgas – die Brücke ins regenerative Zeitalter. Studie des Wuppertal Instituts
Biogas - Positionspapier von Greenpeace Energy
Plan B – Energiekonzept für Deutschland von Greenpeace e.V.
Plan N – Positionspapier zum Netzausbau vom Forum Netzintegration
Eine Herausforderung bei der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist deren fluktuierende Leistung. Vor diesem Hintergrund sind Speichertechnologien ein wichtiges Thema. Windgas kann hier zur Problemlösung beitragen.
Ökostrom ist nur eine Facette beim Umbau der Energiewirtschaft. Der Wärmemarkt ist eine andere. Schon seit längerer Zeit bekommen wir Kundenanfragen nach einem Gasprodukt. Wir sehen Erdgas als Brückentechnologie beim Umbau der Energiewirtschaft. Doch wie sollte unser Gasprodukt gestaltet sein? Für uns war klar, dass unser Gasprodukt umweltverträglich sein muss. Die Produktion von umweltfreundlichem Biogas ist nach unserer Auffassung heute nur sehr begrenzt möglich und damit nicht zukunftsfähig.
Hier kommt Windgas ins Spiel. Die Idee ist so einfach wie bahnbrechend: Wir nutzen überschüssigen Windstrom, um ihn zu Windgas zu machen. Schon vor über 200 Jahren entdeckte der italienischen Physiker Alessandro Volta die Elektrolyse. Bei der Elektrolyse wird elektrischer Strom verwendet, um einen chemischen Prozess zu erzwingen: Wasser kann über Elektrolyse in seine Grundstoffe, Wasserstoff und Sauerstoff, aufgespalten werden. Damit kann elektrischer Strom als Gas (Wasserstoff) gespeichert werden. Denn: Im Gegensatz zum Stromnetz ist das Gasnetz in der Lage größere Mengen Energie zu speichern. Der Windstrom kann nun in Gasform als Produkt im Wärmemarkt eingesetzt oder rückverstromt werden.
Bevor wir unser Produkt proWindgas entwickelten, galt es offene Fragen zu klären: Welches Potenzial hat ein Windgas-Produkt? Ist es ökonomisch sinnvoll? Ist es ökologisch vertretbar? Wir gaben deswegen eine Studie bei Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Auftrag. Sie bestätigt:
Mit der Einführung des Produkts proWindgas ist unsere Arbeit aber noch lange nicht beendet: Energiepolitisch setzen wir nun alles daran, die Technologie hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz in Politik, Wissenschaft und Bevölkerung mit anderen erneuerbaren Energien gleichzusetzen. Zu unseren Forderungen gehört dabei, die Gasnetzbetreiber zu verpflichten, Wasserstoff ins Erdgasnetz aufzunehmen und die Technologie auch in der Rahmengesetzgebung so zu verankern, dass ihr Ausbau unter verlässlichen Bedingungen verlaufen kann.