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Weiterführende Infos & Studien

Hintergrundpapier Windgas

Hintergrundpapier Windgas in Englisch

Windgas – Studie von Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer Institut

Erdgas – die Brücke ins regenerative Zeitalter. Studie des Wuppertal Instituts

Biogas - Positionspapier von Greenpeace Energy

Plan B – Energiekonzept für Deutschland von Greenpeace e.V.

Plan N – Positionspapier zum Netzausbau vom Forum Netzintegration

Die Technik: Strom zu Gas

Schon vor über 200 Jahren hat der italienische Physiker Alessandro Volta entdeckt, dass man elektrischen Strom nutzen kann, um chemische Prozesse auszulösen. Dieses Verfahren wird als „Elektrolyse“ bezeichnet. Es liefert die Grundlage für die Herstellung von Windgas. 

In der Elektrolyse wird

  • Strom eingesetzt, um Wasser in seine Grundstoffe aufzuspalten: in Wasserstoff und Sauerstoff.
  • Der Sauerstoff wird in die Atmosphäre, der Wasserstoff ins Gasnetz geleitet.
  • Der durch Ökostrom hergestellte Wasserstoff dient als Energieträger für die Wärmeerzeugung oder kann (z.B. in "Kleinkraftwerken" im eigenen Keller) rückverstromt werden.
  • Durch ein weiteres chemisches Verfahren lässt sich, bei Bedarf, der Wasserstoff „methanisieren“.
  • Das erneuerbare Methan kann das herkömmliche Erdgas langfristig vollständig ersetzen und damit den Übergang von fossilem zu erneuerbarem Gas leisten.

„Windstrom in Gasform“: Wasserstoff, Methan und die Wirkungsgrade bei der Herstellung

 Wir stellen durch Elektrolyse Wasserstoff her – und zwar mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 73 Prozent. Schon ab 2012 können so bis zu fünf Volumenprozent Wasserstoff in unser Erdgasnetz eingespeist und dem fossilen Erdgas beigemischt werden.

Wenn die Grenze des Wasserstoffgehalts im Erdgasnetz ausgereizt ist, ist eine nachgeschaltete Methanisierung eine kostengünstige Variante, um erneuerbare Energien im Gasnetz zu transportieren. Bei diesem Verfahren wird der Wasserstoff durch Hinzufügung von CO2 in erdgasgleiches Methan verwandelt. Das dazu nötige CO2 kann etwa aus Biogasanlagen oder auch aus der Umgebungsluft entnommen werden. Auf diese Weise wird erneuerbares Methan mit einem Wirkungsgrad von bis zu 64 %  aus überschüssigem Ökostrom gewonnen. Das Windgas – also Wasserstoff und ggf. später Methan – lässt sich wie herkömmliches Erdgas verwenden: Zum Heizen, zum Kochen, zum Antrieb von Erdgasautos, für industrielle Prozesse und zur Rückverstromung in großen oder kleinen Gaskraftwerken, einschließlich sogenannter Mikro-BHKW.

Langfristig, im Zuge des vollständigen Ersatzes von fossilem Erdgas durch erneuerbares Gas, ist die Verwendung von Windgas auch für größere Gaskraftwerke zur Stromerzeugung angedacht.

Wieso Erdgas die Brücke auf dem Weg zu einer Versorgung aus 100 % erneuerbaren Energien ist