Seit Juli ist Greenpeace Energy in den Gasmarkt eingestiegen, um das Gasnetz als Speicher für Ökostrom zu erschließen und zu einer wirklich nachhaltigen Ressource zu machen. Vorerst beginnt die Belieferung mit Erdgas, dem nach und nach ein steigender Anteil Windgas beigemischt wird.
Nach einem langen Auswahlprozess hat sich Greenpeace Energy für die Wingas GmbH & Co. KG als Dienstleister und Lieferant für das Erdgas entschieden. Wingas wickelt die Beschaffung der Mengen, die entsprechende Einspeisung ins Gasnetz und die Lieferung in die Verteilnetze organisatorisch ab.
Der Vertrag mit Wingas wurde zunächst bis Ende 2013 abgeschlossen. Greenpeace Energy plant nach erfolgreicher Markteinführung den Einkauf von Gas selbst in die Hand zu nehmen und sich somit unabhängig von Dritten zu machen. Uns ist bewusst, dass die Gasbeschaffung nicht nach den gleichen, anspruchsvollen Kriterien wie bei der Strombeschaffung durchzuführen ist. Ein langfristiges Ziel ist es, den fossilen Energieträger Erdgas eines Tages zu 100 Prozent durch Windgas zu ersetzen.
1. Warum wir uns für Wingas GmbH & Co KG entschieden haben
Die Wingas GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall Holding GmbH in Kassel, des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und der russischen OAO Gazprom. Wintershall hält 50 Prozent plus einen Anteil an Wingas, der russische Erdgasproduzent 50 Prozent minus einen Anteil. Wintershall ist ein Tochterunternehmen der BASF AG.
Die Gründe für die Wahl von Wingas:
2. Herkunft des Gases
Anders als im Strommarkt gibt es im Gasmarkt keinen Herkunftsnachweis für das Erdgas. Im L-Gas Marktgebiet kommt das Erdgas vorwiegend aus Deutschland und den Niederlanden, im H-Gas-Marktgebiet sind die Herkunftsländer deutlich vielfältiger. Greenpeace Energy muss für sein neues Angebot wie alle anderen Energieunternehmen bei Zwischenhändlern einkaufen und hat dadurch kaum Einfluss auf die Zusammensetzung und Herkunft des Gases. Greenpeace Energy setzt sich deshalb für einen Herkunftsnachweis für Erdgas ein.
Die Gaskunden von Greenpeace Energy erhalten insofern einen Mix, der im Schnitt der durchschnittlichen Zusammensetzung der Herkunftsländer entspricht. Diesen Durchschnitt verdeutlicht nachfolgende Übersicht:
3. Kunden fördern die Energiewende
Der Preis für das Erdgas beinhaltet einen Förderbeitrag von 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Mit diesem Bonus helfen die Kunden beim Bau der nötigen Windgas-Anlagen und werden so zu Mitgestaltern der Energiewende.
Stand: August 2011