In den 1990er Jahren beschlossen die EU-Staaten, den Strommarkt für mehr Wettbewerb zu öffnen. Bis dahin genossen die Energieversorger eine Monopolstellung, und wenige große Konzerne beherrschten den Markt.
Die Liberalisierung barg für die Umwelt sowohl Chancen als auch Risiken: Einerseits konnten Energiekonzerne ihren in Großkraftwerken so billig wie umweltschädlich erzeugten Strom nun EU-weit vermarkten und noch sattere Profite einstreichen. Andererseits hatte nun jeder Bürger das Recht, seinen Stromanbieter frei zu wählen.
Bald gründeten sich kleinere Firmen, die den etablierten Stromversorgern Konkurrenz machten. Während einige bloß mit billigem Strom Kunden lockten, setzten andere darauf, den Verbrauchern endlich eine ökologische Alternative zu bieten.
Noch immer produzieren die Großkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW rund 80 Prozent des deutschen Stroms. Dies behindert weiterhin einen fairen Markt und lädt zum Machtmissbrauch ein.