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„Ich kann nicht auf die Erwachsenen warten.“

Finn Stakelbeck

Aus der Serie: 20 Jahre, 20 Geschichten.

Zur Person

Finn Stakelbeck, 10, begeisterter Klimabotschafter bei Plant-for-the-Planet und Fridays-for-Future-Demonstrant. Findet seine Schule wenig umweltbewusst und ist ziemlich ungeduldig, was Erwachsene und Politiker angeht.


Greenpeace Energy: Hallo Finn, wieso engagierst du dich so?

Finn: Weil ich merke, dass unsere Zukunft immer weniger das ist, was wir heute haben. Und ich weiß, dass jetzt etwas getan werden muss – nicht nur geredet. Daher gibt es auch das Motto von Plant-for-the-Planet: „Stop talking. Start planting.“

Greenpeace Energy: Heißt das, du pflanzt selbst auch Bäume?

Finn: Ich pflanze nicht, aber ich spende Geld an Plant-for-the-Planet, dass die sie pflanzen.

Greeneace Energy: Und was machst du selbst?

Finn: Ich gehe auf Fridays-for-Future-Demos. Und dann plane ich Aktionen von Plant-for-the-Planet, die ich auch selber durchführe, zum Beispiel eine Schokoladenverkostung: Wenn fünf Tafeln gekauft werden, wird ein Baum gepflanzt. Vor einer Woche habe ich auch einen Vortrag bei mir in der Klasse gehalten. Und ich hab schon vor der Deutschen Post geredet.

Greenpeace Energy: Und zu Hause?

Finn: Also, das sind zwar Kleinigkeiten, aber die sind auch ganz wichtig: das Licht ausmachen, wenn man ins Nachbarzimmer geht. Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Schule fahren. Und ich vermeide Plastik, weil Plastik ja mit das Schlimmste ist. Man trennt den Müll, aber auf der Müllhalde wird er wieder zusammengekippt und verbrannt, oder er wird ins Meer geworfen. Und wenn er verbrannt wird, wird natürlich wieder CO2 ausgestoßen.

Greenpeace Energy: Wie kommt es, dass du dich so engagierst?

Finn: Mama hat mich bei Greenpeace als Mitglied angemeldet, dadurch habe ich eine Zeitschrift von denen bekommen, wo man dann immer ein bisschen informiert wurde, was das Klima angeht. Und dadurch habe ich gemerkt, dass ich was machen muss. Ich kann nicht auf die Erwachsenen warten, wie die Politiker, die nur reden und nichts tun. Daher auch eines meiner Mottos: „Stop talking. Start doing.“

Greenpeace Energy: Stell dir vor, du wärst für einen Tag Bestimmer in Deutschland. Was würdest du machen?

Finn: Ich hätte vor, die Innenstädte autofrei zu machen. Dann würde ich überall Radwege bauen. Und was macht man mit den Parkplätzen? Da würde ich die Steine wegnehmen lassen und auch mit anpacken und Obstbäume pflanzen zur freien Bedienung. Hauptsächlich gedacht für Obdachlose. Weil: Wenn die kein Geld haben, können die sich auch kein Obst kaufen. Und da ist es schön, wenn du dir einfach einen Apfel runternehmen kannst.

Greenpeace Energy: Wie wichtig ist Ökostrom?

Finn: Sehr wichtig, weil ich dadurch sauberen Strom zu Hause habe. Und je mehr Leute von RWE zu Greenpeace Energy gehen, umso mehr merkt RWE: „Okay, wir müssen uns umstellen“. Zum Beispiel könnten die ihre riesigen abgebauten Flächen benutzen, vom Kohleabbau, um Bäume zu pflanzen oder Windräder zu errichten oder Solarzellen. Und mal ganz nebenbei: Woher kommt denn sonst der beste Ökostrom, wenn nicht von Greenpeace Energy? 

Greenpeace Energy: (lacht) Du machst Werbung.

Finn: Schleimen? Nein.

Greenpeace Energy: Was machst du, wenn du 20 Jahre alt bist? Kannst du dir denn vorstellen, wie es hier aussehen wird in zehn Jahren?

Finn: Wenn wir nichts verändern, wird es all diese schönen Landschaften nicht mehr geben. Und meine Kinder werden diese Welt überhaupt nicht mehr so erleben können, wie ich sie erlebe. Weil: Wenn wir jetzt nicht was tun, geraten wir in eine Spirale, aus der wir nie wieder rauskommen.

Greenpeace Energy: Wenn du die einmalige Chance hättest, jetzt den Politikern zu sagen, was sie tun sollen, was wäre das?

Finn: Aufhören nichts zu tun!

Greenpeace Energy: Super! Klasse. Dein Schlusswort. Danke dir vielmals.