Historie

Von Berlin bis Brüssel

Wir kämpfen für eine nachhaltige Energiewende.

2014 verkünden Sönke Tangermann, Thorsten Lenck und Dr. Sascha Michael (von recchts nach links) erstmals unser Engagement und stellen unsere Kampagne "No Point" der Öffentlichkeit vor.

No-Point-Kampagne

Seit 2014 verstärken wir unser Engagement gegen den Bau neuer Atomkraftwerke in Europa. Wir gehen in der Folge gegen das milliardenschwere AKW-Projekt Hinkley Point C in Großbritannien juristisch vor – bis vor den Europäischen Gerichtshof; wir legen in Brüssel Einspruch gegen den geplanten Meiler Paks II in Ungarn ein. Wir werden mit unserer Kritik im Bundestag, bei der EU-Kommission und im Europäischen Parlament angehört  – und zeigen dort, dass Erneuerbare nicht nur sicherer, sondern auch günstiger sind als die milliardenschwer subventionierten AKWs. Studien über die Wettbewerbsverzerrung durch Atomkraft oder die finanziellen Folgen eines AKW-Unfalls stoßen in den Medien auf sehr großes Interesse. Und im Rahmen unserer Anti-AKW-Kampagne „No Point“ fordern wir von der Bundesregierung ein konsequenteres Vorgehen gegen die teure Alimentierung der Atomkraft – und mobilisieren mehr als 60.000 Unterstützer, deren Unterschriften wir 2016 dem Bundeskanzleramt übergeben.

Im April 2016 ist unsere Expertise gefragt: Die Europäische Kommission lädt uns zu einer Anhörung nach Brüssel ein. Bei dem Gespräch geht es um das umstrittene AKW-Projekt Paks II in Ungarn. Wegen des Verdachts auf unzulässige Subventionen hatte die EU-Kommission im vergangenen Jahr ein Beihilfeverfahren zu Paks II eröffnet.

Im Rahmen unserer Kampagne „Keine neuen Atomkraftwerke in Europa“ hatten wir uns daran mit einer kritischen Stellungnahme sowie einer begleitenden Marktstudie beteiligt. Bei unserem Besuch in Brüssel erläutern wir Vertretern der EU-Kommission unter anderem die der Studie zugrunde liegenden Annahmen sowie die wettbewerbsverzerrenden Folgen von Paks II für den deutschen Energiemarkt.

ReinRevierWende

Der Kohleausstieg wird kommen – das steht fest. Die entscheidende Frage ist, wie schnell es uns gelingen wird, die Kohlekraftwerke abzuschalten und den Tagebau einzustellen.

Im November 2018 haben wir deshalb einen aufsehenerregenden Plan vorgestellt: die ReinRevierWende. Im Kern sieht unser Konzept vor, dass neu zu gründende Gesellschaften die Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise übernehmen, bis 2025 stilllegen und dann auf den ehemaligen Tagebauflächen im großen Maßstab Windkraft- und Solaranlagen bauen. Die Erneuerbaren sollen hier schon in wenigen Jahren die schmutzige Braunkohle ersetzen.

Im Zusammenspiel mit weiteren Aktivitäten wollen wir so auch neue Arbeitsplätze schaffen und alte erhalten. Auch wenn RWE unser Angebot kurz nach Bekanntwerden der Pläne abgelehnt hat, sind wir mit Akteuren aus dem Rheinischen Revier im Gespräch, die genau wie wir fest an eine erneuerbare Zukunft glauben und diese gemeinsam mit uns umsetzen wollen. Denn damit unser Plan gelingen kann, brauchen wir das Engagement und die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Energieakteuren und Kommunen.