Konferenz: Mehr Engagement für 2030-Ziele nötig

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Auf der Fachkonferenz „Zukunft Windenergie – Klimaziele 2030“ trafen sich zahlreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel waren neue Lösungsansätze auf aktuelle Fragen und Herausforderungen der (Wind-)Energiebranche zu diskutieren.  Auch Greenpeace Energy war mit von der Partie und nahm an den regen Diskussionen teil. 

Neben Themen wie Abstandsregelungen sowie Hürden und Rechtsunsicherheiten innerhalb regionaler und kommunaler Planungsprozesse, Flächenverfügbarkeit und Artenschutz, wurden aus unserer Sicht auch die elementar wichtigen Fragen zum Thema Teilhabe von Bürger*innen vor Ort an der Ausgestaltung zukünftiger Windenergieprojekte, aber auch der Weiterbetrieb von Windenergieanlagen, die ab 2020 aus der EEG-Förderung fallen, diskutiert. Allen Themen zugrunde lag die zentrale Frage, was uns der Klimaschutz am Ende des Tages wert ist – und was wir für den Klimaschutz bereit sind zu tun. Dabei teilen wir von Greenpeace Energy die Auffassung von Volker Quaschning, der konstatierte, dass wir bei aktuell 14 Prozent Erneuerbaren Energien im Energiemix (also alle Sektoren betrachtet, nicht nur Strom) den vier bis fünffachen Faktor benötigen, um das 65-Prozent-Ziel bis 2030 zu erreichen. Vergegenwärtigt man sich diese Zahl, ist klar, dass uns hierbei neue Netze nur temporär helfen werden. Wichtiger ist, dass wir intensiv in Speichertechnologien wie Power to Gas investieren und im Rahmen der Sektorenkopplung Fortschritte erzielen. Nur so lässt sich die Energiewende ganzheitlich gestalten. Und schließlich wollen wir die Energiewende nicht nur gestalten, sondern uns am Ende des Tages auch an der Frage messen lassen, welche Erde wir unseren Kindern hinterlassen?