Was tun, wenn der Laden dicht ist? Die Hände, bzw. den Löffel in den Schoß legen? Nicht mit unserem Geschäftskunden Salt & Silver. Die Hamburger Gastronomen kochen ehrenamtlich für Ärzte und Pfleger. Nächstenliebe, die durch den Magen geht.

Freude am Helfen (Foto: Salt & Silver)

Wenn Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher in diesen Tagen den Kochlöffel schwingen, dann tun sie dies nicht für zahlende Gäste, sondern für Menschen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen: Menschen in „Funktionsberufen“.

So machen die beiden Gastronomen aus St. Pauli aus der Not eine Tugend: Denn dort, wo bei Salt & Silver in der Hamburger Hafenstraße sonst leckere lateinamerikanische und spanische Speisen auf den Tellern der Gäste dampfen, stehen seit dem Corona-Lockdown die Tische leer. Keine Gäste = keinerlei Einnahmen. Laut dem Branchenverband DEHOGA steht gar ein Drittel der Betriebe in der Branche vor dem Aus.

Doch statt darüber zu verzweifeln, aktivieren die beiden sogar noch zusätzliche Energie. „Wir denken, dass es aktuell sehr wichtig ist, solidarisch zu sein. Zu Hause zu sitzen und sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was die Zukunft bringt und warum nicht schneller politische Entscheidungen getroffen werden, ist nicht unser Ding“, sagt Thomas Kosikowski.

Sie haben sich deshalb der bundesweiten Aktion „Kochen für Helden angeschlossen, die von Sternekoch Max Strohe in Berlin ins Leben gerufen wurde und an der auch der bekannte Fernsehkoch Tim Mälzer aktiv teilnimmt.

In den vergangenen drei Wochen wurden durch die „Aktivisten“ mehr als 16.000 Mahlzeiten an Ärztinnen und Ärzte und viele andere Berufsgruppen ausgeliefert. Und der Bedarf ist groß. Allein in Hamburg wurden über 2.500 Mahlzeiten angefragt.

Die wegen der Krise neu geschaffene Lieferkette hat einen weiteren Vorteil: Die für den üblichen Restaurant-Bedarf eingekauften Lebensmittel werden so gerettet und müssen nicht in den Abfall wandern.

Doch die Initiative „Kochen für Helden“ ist dringend auf Hilfe angewiesen, um die rasant steigenden Kosten aufzufangen. Wer die Aktion selbst unterstützen möchte, kann dies auf der Plattform betterplace.org tun oder über die Crowdfunding-Kampagne auf startnext.

„Wir möchten unsere Zukunft aktiv mitgestalten, und wenn wir schon nicht für unsere Gäste kochen können, dann zumindest für alle die, die den Laden gerade am Laufen halten und Dankbarkeit verdient haben.“

Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher von Salt & Silver geben in der Krise ein Beispiel dafür, was solidarisches Handeln bewegen kann. Weil dies auch uns inspiriert, hat Greenpeace Energy für zwei Monate die Stromkosten unseres Kunden Salt & Silver übernommen, um sie beim Kochen für Helden zu entlasten.

INFO: Vielleicht haben Sie von anderen guten Ideen gehört, wie wir uns alle gegenseitig unterstützen können oder haben selbst eine spannende Lösung erarbeitet oder unterstützen ein Projekt? Dann schreiben Sie uns an solidaritaet@greenpeace-energy.de. Wir sind gespannt auf Ihre Hinweise – und danken dafür schon im Voraus!