Lautes Jubiläum: Zum zehnten Mal wurde am vergangenen Donnerstag im Hamburger Docks der Club Award verliehen. In sieben verschiedenen Kategorien wurden Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben – zum zweiten Mal auch in der Kategorie „Green Club / Festival des Jahres“.

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr wurde erneut das ökologische Engagement in der Hamburger Livemusikszene gewürdigt – mit den beiden Festivals Futur 2 Festival und Swamp Festival gab es in diesem Jahr gleich zwei Preisträger.

Die Jury (v.l.n.r.): Lars Wilcken (iuct), Cornelia Steinecke (Greenpeace Energy), Christof Hertel (Deutscher Evangelischer Kirchentag), Lena Hansen (altonale / Green Events) und Heimo Radmaker (Marias Ballroom)

Eine fünfköpfige Expertenjury bewertete die Bewerber*innen in den Kategorien Licht, Technik & Energie, Gastronomie & Catering, Reinigung & Hygiene, Produktion & Büro, Mobilität sowie Kommunikation & Umweltthemen. Die beiden teilnehmenden Festivals haben in ihren Zielen eine nachhaltige Ausrichtung verankert und versuchen diese in der Praxis umzusetzen.

Beide Festivals setzen auf Energieautarkie mit Hilfe von erneuerbare Energien und setzen dafür Photovoltaik-Anlagen ein. Das Swamp Festival setzt dafür auf der Bühne 12 Volt-Endstufen aus dem CarHifi-Bereich ein, die Hornlautsprecher mit hohem Wirkungsgrad antreiben. Das Futur 2 hingegen arbeitet zudem mit „Pedal-powered Stage“, die per Muskelkraft Strom erzeugt. Beide Festivals achten bei der Gastronomie und Catering auf den Bezug regionaler Produkte.

Cornelia Steinecke (Greenpeace Energy) und Christof Hertel (Deutscher Evangelischer Kirchentag) bei der Vergabe des Green Club Award 2020.

Während das Swamp Festival auf regionale Acts mit geringen Transportimmissionen setzt, sticht beim Futur 2 u.a. das geringe Abfallaufkommen hervor. Nur 104 kg Müll musste die Stadtreinigung am Tag danach abtransportieren – das sind 26 Gramm Müll pro Kopf. Zudem wurde eine umfassende Analyse des CO2Fussabdrucks des Festivals erstellt, um sämtliche Ressourcenverbräuche von Strom, Wasser und Abfällen zu erfassen.

Wir freuen uns sehr, dass der Klimaschutz in der Hamburger Musikszene keine Randerscheinung mehr ist, sondern hier echte Pionierarbeit geleistet wird.

INFO: Alle Infos zur diesjährigen Verleihung und allen Preisträgerinnen und -trägern finden Sie auf der Webseite des Clubkombinats.