Solarzellen, soweit das Auge reicht! Auf einer Fläche von mehr als zehn Fußballfeldern (1.000 mal 200 Meter) befindet sich die Freiflächen-Solaranlage auf einem stillgelegten Kieswerkgelände in Wusseken, Mecklenburg-Vorpommern. Greenpeace Energy bezieht von dort seit 1. Juli Solarstrom für seine Kund:innen und zeigt damit: Photovoltaik ist auch ohne EEG-Förderung konkurrenzfähig.

Wie die Schuppen einer Eidechse liegen die Solarmodule über dem Sandboden des alten Kieswerks und glitzern mit dem Wasser im benachbarten Baggersee von Wusseken um die Wette. Die Solaranlage wurde erst vor zwei Jahren von der Sunnic Lighthouse GmbH nahe des Dorfs Wusseken in Mecklenburg-Vorpommern gebaut, nicht weit weg von der polnischen Grenze. Am 1. Juli wurde die Freiflächenanlage aus der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgemeldet und liefert von da an pro Jahr elf Gigawattstunden ökologischen Strom an unsere Greenpeace Energy-Kund:innen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von mehr als 3.500 durchschnittlichen Haushalten in Deutschland.

„Weil wir die Energie jetzt direkt abnehmen, benötigt die Anlage keine EEG-Förderung mehr. Durch den langfristigen Vertrag kommt die Kooperation uns genauso zugute wie Sunnic Lighthouse“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy.

Die Ausmaße der Anlage sind allein schon durch die große Fläche enorm, auf der sich die Solarzellen erstrecken. Da hier der karge Sandboden eines alten Kieswerks genutzt wurde, entstehen keine ökologischen Nachteile für Pflanzen und Tiere. Die maximale Leistung der Solaranlage beträgt stolze 11,32 Megawatt – das entspricht etwa der Leistung von drei modernen Windrädern. Gerade solche Anlagen sind durch ihre Größe und die laufend fallenden Kosten der Solarenergie inzwischen so günstig geworden, dass sie für die Stromproduktion keine staatliche Förderung mehr benötigen und stattdessen direkt an Kund:innen liefern können.

Greenpeace Energy hat den Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, kurz: PPA) über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Es ist das erste PPA mit einer Solaranlage dieser Größenordnung. Und es soll nicht das letzte bleiben. Denn so können neu errichtete Erneuerbare-Energien-Anlagen wirtschaftlich abgesichert werden, ohne dass sie eine Förderung über das EEG beanspruchen müssen. Das macht die Solarenergie unabhängig – und führt zu mehr sauberem Strom und weniger CO2 -Ausstoß. Wir freuen uns schon auf weitere Projekte dieser Art!