Protest-Mailing an Abgeordnete: Erfolgreicher Aktionsstart

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Deutschland soll sich den Klägern gegen die unfairen Atombeihilfen für Hinkley Point C anschließen. Einer entsprechenden Forderung von Greenpeace Energy haben sich bereits tausende Menschen angeschlossen. Ein erster Zwischenstand unserer Mitmach-Aktion.

Greenpeace Energy klagt – zusammen mit anderen Akteuren – gegen die AKW-Beihilfen in Großbritannien, die die EU-Kommission genehmigt hat. Jetzt muss auch die Bundesregierung endlich handeln und rechtliche Schritte gegen die Subventionierung des AKW Hinkley Point C einlegen. Damit möglichst viele Menschen unseren Appell unterstützen, ruft Greenpeace Energy zu einer Mitmach-Aktion auf.

Eine Woche nach dem Start haben bereits knapp 3.100 Menschen bereits über unserer Kampagnen-Portal eine entsprechende Mail an ihren Bundestagsabgeordneten geschickt. Parallel dazu verteilt Greenpeace Energy auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen wie dem Deutschen Kirchentag tausende Postkarten, mit denen der deutsche Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel direkt zum Handeln aufgerufen wird.

Wir wollen in den kommenden Wochen noch mehr Druck erzeugen – machen auch Sie deshalb mit und verbreiten Sie unseren Aufruf in ihrem Bekannten- und Freundeskreis. Bis zum 30.Juni können Sie sich beteiligen – jede Mail und jede Stimme gegen Hinkley Point zählt!

Unsere Aktion zeigt bereits Wirkung: die Bundestagsfraktionen müssen sich jetzt wieder intensiv mit den umstrittenen Beihilfen befassen. In ihren zahlreichen Antwortschreiben auf die Mails äußern viele MdBs Verständnis für die Kritik an den milliardenschweren Beihilfen für Hinkley Point C, die den Stromwettbewerb in Europa verzerren und einer überholten und gefährlichen Technologie zu einem Wiedererstarken verhelfen könnten. So schreibt der CSU-Abgeordnete Josef Göppel: „Ich sehe gute Chancen für die Klage der Energieversorger und setze mich dafür ein, dass die Bundesregierung die Klage unterstützt.“ Und die atompolitische Sprecherin der Grünen, Silvia Kotting-Uhl fordert: „Das Atomausstiegsland Deutschland kann den fatalen Einfluss der Atomlobby auf die Brüsseler Politik nicht weiter durch Schweigen befördern.“

Auch wenn sich die Bundesregierung weiter gegen eine eigene Klage in Sachen Hinkley Point C ausspricht: die über unsere Mitmach-Aktion versendeten Protestmails erhöhen den Handlungsdruck auf die Bundesregierung. Und sie stärken die Kritiker der Atombeihilfen im Bundestag. Spannend wird es in einigen Wochen: Dann soll das Parlament über eine Klagebeteiligung Deutschlands gegen die britischen Atombeihilfen abstimmen.

Hinweis: Die Aktion ist inzwischen beendet!