Sauberes Wasser zum Waschen der Hände sowie die frische Luft beim Spaziergang in der Natur: Das sind nur zwei Dinge, die viele Menschen hierzulande in Zeiten der Corona-Pandemie mehr denn je zu schätzen gelernt haben. Schaut man allerdings in andere Teile der Welt, ist dies keine Selbstverständlichkeit. Das Kinderhilfswerk terre des hommes hilft, hier für bessere Bedingungen zu sorgen. Greenpeace Energy unterstützt das Engagement.

Riesige Monokulturen für Treibstoffe und Tierfutter verdrängen den Ackerbau für Lebensmittel, Pestizide verseuchen Baumwollfelder, machen Plantagenarbeiter krank und reichern sich in der Nahrungskette von Mensch und Tier an. Empfindliche Ökosysteme wie Flüsse, Seen und Urwälder werden verschmutzt und zerstört, der Wasserhaushalt ganzer Regionen durch Staudämme gestört.

Millionen Menschen weltweit sind von Naturkatastrophen betroffen und auf dauerhafte humanitäre Hilfe angewiesen. Umweltzerstörung und die Folgen des Klimawandels verschärfen die ohnehin prekäre Situation und gefährden die Lebensgrundlage von Kindern und Jugendlichen. Tausende Mädchen und Jungen werden krank, weil sie verschmutzte Luft einatmen, kein sauberes Wasser zum Trinken und Waschen haben oder auf vergifteter Erde spielen müssen.

Luft verschmutzt, Wasser verseucht, Boden belastet

Gerade die Jüngsten reagieren empfindlich auf Umwelteinflüsse. Ihr Immunsystem ist nicht so ausgereift wie das der Erwachsenen, sodass sie anfällig sind für Haut-, Atemwegs- und Darmerkrankungen. Besonders in den ersten fünf Lebensjahren können Schadstoffe und Mängel irreparable Schäden anrichten.

  • Rund 300 Millionen Kinder leben derzeit in Gebieten, wo die Luft giftig ist und internationale Grenzwerte um mindestens das Sechsfache überschritten sind.
  • Schätzungsweise jeder vierte Todesfall bei Kindern bis zu fünf Jahren ist auf eine ungesunde Umwelt zurückzuführen.
  • 9 Millionen Menschen sterben vorzeitig aufgrund von Luftverschmutzung, verseuchtem Wasser oder Boden.

(Quelle: Global Alliance on Health and Pollution, 2016)

Das Kinderhilfswerk terre des hommes unterstützt zahlreiche weltweite Projekte, hilft beispielsweise, Vergiftungen nachzuweisen und klärt über Umweltgefahren auf. So können sich Kinder und Jugendlichen schützen und für den Umweltschutz engagieren.

In Peru – einem der am heftigsten vom Klimawandel betroffenen Länder – besinnen sich immer mehr Kleinbauern zurück auf heimische Pflanzensorten und das traditionelle landwirtschaftliche Wissen der indianischen Gemeinschaften. Um die Folgen des Klimawandels zu mildern und die Lebensgrundlage der Bauern zu verbessern, ist nachhaltiges Wassermanagement in den Andendörfern von zentraler Bedeutung. Die Arbeit vor Ort ist so erfolgreich, dass sich mehrere Regionalregierungen, die vor noch nicht allzu langer Zeit traditionelles Wissen verpönten, von rein technisierten landwirtschaftlichen Methoden abwendeten.

Im indischen Dorf Sikharbali hat sich eine Gruppe Jugendlicher ein großes Ziel gesteckt, nämlich den Umstieg auf ökologische Landwirtschaft. Der Vorteil für die Kleinbauern liegt auf der Hand: Sie leben gesünder und sparen Geld, denn chemische Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel sind teuer. Bio-Dünger und organische Schädlingsbekämpfungsmittel werden hingegen u.a. aus Abfällen zusammengemischt und sind für jeden erschwinglich.

INFO Greenpeace Energy unterstützt die Arbeit von terre des hommes im Rahmen einer gemeinsamen Kooperation. Wenn auch Sie die Arbeit von terre des hommes unterstützen und spenden möchten, verwenden Sie bitte das entsprechende Online-Formular unter Angabe des Verwendungszwecks „Greenpeace Energy“ auf der Webseite von terre des hommes. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!