Kaffeetassen für den Brunnenbau

Für eine gerechte Welt. Ohne Armut. So lautet das Credo der unabhängigen deutschen Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam mit Sitz in Berlin. Der 1995 gegründete gemeinnützige Verein leistet neben Not- und Katastrophenhilfe auch umfangreiche Kampagnen- und Projektarbeit zur Bekämpfung globaler Armut.

„Wir wollen die Einstellung und das Bewusstsein der Menschen nachhaltig verändern“, sagt Geschäftsführer Paul Bendix und meint damit nicht nur die Bevölkerung in Ländern der südlichen Halbkugel und Osteuropas, sondern auch unsere eigenen Verhaltensweisen. „So führt zum Beispiel unser verschwenderischer Umgang mit Energie auf der Basis von Kohle, Erdöl und Erdgas zur Bedrohung der Lebensgrundlage von Millionen Menschen in den armen Ländern“, weiß Bendix. „Der Klimawandel lässt Ernten verdorren und senkt die Erträge in einigen Teilen Afrikas um bis zu 50 Prozent. Und in anderen Ländern werden Dörfer überflutet, weil die Niederschläge eines ganzen Jahres neuerdings in nur wenigen Wochen fallen.“

2008 wechselte Oxfam Deutschland zu Greenpeace Energy als Stromanbieter, um den Umbau der Energiesysteme in Deutschland voranzutreiben. Ein Umweltbeauftragter kümmert sich bei Oxfam außerdem um die Verbesserung der internen Ökobilanz. Umweltbewusstes Handeln steht schon lange auf der Tagesordnung: „Weit über 90 Prozent der Kollegen kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, auch bei Dienstreisen achten wir auf eine klimaschonende Fortbewegung“, so der Geschäftsführer, für den sich ein sparsamer Umgang mit Strom und Papier sowie Mülltrennung von selbst verstehen.

Was 1942 im englischen Oxford als „OXford Committee for FAMine Relief“ begann, erwirtschaftet heute als Oxfam International mit 13 nationalen Oxfam-Organisationen im Verbund zirka eine Milliarde US-Dollar jährlich. Ein wesentliches Standbein sind die Oxfam Shops, die Spenden wie Kleidung, Haushaltswaren, Medien oder Spielzeug sowie Fair Trade-Kaffee, -Tee und -Süßwaren verkaufen. In Deutschland arbeiten zirka 2.000 ehrenamtliche Mitarbeiter in bundesweit über 30 Secondhand-Läden. Die Erträge der Shops fließen in die Entwicklungsarbeit des Vereins. „So wird aus einem ausrangierten Kaffeeservice eine Handpumpe zur Trinkwasserversorgung in einem äthiopischen Dorf oder der Verkauf eines Wintermantels finanziert die Schulausstattung von Schülerinnen in Sierra Leone“, erläutert Bendix das Konzept.

Paul Bendix, Geschäftsführer Oxfam Deutschland

Die verheerenden Folgen des Klimawandels sind heute für Menschen, die in extremer Armut leben, bereits bittere Realität. Oxfam macht Druck für ein dringend notwendiges internationales Klimaschutz-Abkommen. Als Ökostromkunde von Greenpeace Energy leisten wir einen zusätzlichen, direkten Beitrag, um den Klimawandel zu begrenzen.

Paul Bendix, Geschäftsführer Oxfam Deutschland

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