Greenpeace Energy - Newsletter vom 11.12.2018 Im Browser öffnen
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Solarstrom plus

Liebe Freundinnen und Freunde von Solarstrom plus,

kaum nahm der SPD-Vorsitzende Martin Schulz auf dem SPD-Parteitag im Dezember das Wort „Kohleausstieg“ in den Mund, kündigt der Vorsitzende der Energie-Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, einen „harten Kampf“ gegen solche Pläne an. Die Frage ist nun, ob den Worten von Herrn Schulz auch Taten folgen: So muss in einem möglichen Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU ein ebenso zügiger wie sozialverträglicher Kohleausstieg fest vereinbart werden. Zwar war die CDU in den „Jamaika“-Verhandlungen bereit, mehrere große Braunkohle-Kraftwerksblöcke abzuschalten. Dennoch bleiben Zweifel, denn der Widerstand im Wirtschaftsflügel der Union wie auch in Teilen der Sozialdemokratie ist weiterhin groß. Ob letztlich ein unzureichender Kompromiss herauskommt, mit dem Deutschland seine Klimaziele verfehlen wird, wird sich also zeigen.

Zugleich machen inzwischen auch große Unternehmen Druck für besseren Klimaschutz, den Braunkohleausstieg und einen angemessen hohen Preis für CO2-Emissionen – wodurch Braunkohlekraftwerke aus dem Markt gedrängt würden. Hoffnung machen aber auch die vielen Aktivisten, die für einen Kohleausstieg bis 2030 kämpfen. Und Menschen wie Sie, die den sozialverträglichen Braunkohleausstieg vorantreiben, indem sie sich für Solarstrom plus entscheiden und so den Ausbau der erneuerbaren Energien in den Tagebaurevieren fördern.

Was Sie mit uns erreicht haben, welche Wirkungen unser Tarif erzielt hat, welche Initiativen Sie damit auch in Zukunft unterstützen, stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Nun möchten wir uns bei Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung bedanken. Für Sie und Ihre Lieben wünschen wir nun einen guten Start in ein schönes neues Jahr, in dem wir dem Braunkohleausstieg gemeinsam einen großen Schritt näher kommen.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Solarstrom-plus-Team

Gelungener Start
Braunkohletagebau

Die Resonanz auf Solarstrom plus, Deutschlands ersten Stromtarif für einen sozialverträglichen Braunkohleausstieg, war enorm. Führende Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder Spiegel Online berichteten Anfang Mai vorab – und durchweg positiv – über unseren Tarifstart. Zahlreiche andere Zeitungen, Radiosender und Magazine folgten. Auch wichtige Politiker wie Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) oder die grüne Bundestags-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt reagierten direkt auf unser Förderkonzept für einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle – mal kritisch, mal positiv. Besonders unser von einer Studie des Berliner Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gestütztes Konzept für die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Ausbau der Erneuerbaren fand großen Anklang. Wie wir von Braunkohlekritikern im Rheinland und in der Lausitz hören, hilft ihnen die Studie bei ihrer Argumentation, dass die Zukunft auch in den Braunkohlerevieren den Erneuerbaren gehört. Denn bei einem konsequenten Ausbau von Wind- und Solarenergie mit aktiver Bürgerbeteiligung werden dort und in den dazugehörigen Bundesländern mehr Arbeitsplätze geschaffen als die klimafeindliche Braunkohle künftig bieten kann.

» So haben Medien und Politik auf Solarstrom plus reagiert.
Perfekte Partner
PV-Anlage in Proschim

Mit dem Förderbetrag von 1 Cent pro Kilowattstunde, den unsere inzwischen rund 1.500 Solarstrom-plus-Kunden entrichten, finanzieren wir den Bau von Photovoltaikanlagen direkt in diesen Regionen. Das ist – neben einem Solarstromanteil von 10 Prozent aus den Braunkohlerevieren – eines unserer zentralen Produktversprechen. Wir freuen uns, dass wir die erste von Ihnen geförderte PV-Anlage schon in diesem Jahr ans Netz bringen konnten: im durch den Tagebau Welzow-Süd II vom Abbaggern bedrohten Dorf Proschim in der Lausitz. Unsere Projektpartner für die Anlage mit 10 Kilowatt Spitzenleistung sind die beiden Aktivisten Günter Jurischka und Steffen Kapelle, die sich wie viele andere in Proschim schon lange gegen die klimaschädliche Braunkohle und für den Ausbau der Erneuerbaren engagieren. Günter stellte sein großes Hausdach zur Verfügung; Steffen, ein erfahrener Solarteur, montierte die 40 Module und schloss sie ans Netz an. Wir danken herzlich!

» Fotos vom Bau und mehr über unsere Partner hier.
Neue Projekte

Bei dieser ersten neuen PV-Anlage in Proschim soll es natürlich nicht bleiben. Wir wollen – mit Ihrer Hilfe – auch im kommenden Jahr und danach Partner beim Bau von Solaranlagen in Braunkohlerevieren unterstützen. So können wir zeigen, wie die Erneuerbaren bei Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort Arbeitsplätze und maximale Wertschöpfung schaffen und einen sozialverträglichen Braunkohleausstieg möglich machen. Sie haben selbst Interesse oder kennen jemanden, der ein spannendes PV-Projekt in der Lausitz oder dem Rheinischen Revier realisieren will – und suchen finanzielle Unterstützung? Dann werfen Sie einen Blick auf unsere Förderkriterien für den Bau neuer Photovoltaikanlagen in den Braunkohleregionen. Es lohnt sich!

» Unsere Förderkriterien für neue Solaranlagen.
Unser politisches Engagement für den Braunkohleausstieg
Anti-Braunkohle-Demo

„Die Energiewende kann nicht vollendet werden, solange Deutschland gleichzeitig auf schmutzige Kohlekraftwerke zur Energieversorgung setzt.“ Dieser Satz stimmte vor der Bundestagswahl, zu der wir „Zehn energiepolitische Forderungen an die kommende Bundesregierung“ formulierten. Er stimmte bei den „Jamaika“-Verhandlungen – und er stimmt auch, wenn SPD und CDU/CSU über eine neue Koalition verhandeln. Und deshalb arbeiten wir weiter für einen sozialverträglichen Kohleausstieg bis 2030. Unserer Forderung haben wir auch zur globalen Klimakonferenz COP 23 im November in Bonn Nachdruck verliehen. Mit vielen Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern protestierten wir unter dem Motto „Ohne Kohleausstieg kein Klimaschutz“ auf einer großen Demo gegen die verfehlte Klimapolitik der Bundesregierung. Wir bleiben dran – mit Ihrer Unterstützung!

» Die besten Bilder unseres Protestes auf der COP23-Demo.
Online-Umfrage: Mitmachen und gewinnen

Warum haben Sie, liebe Kundinnen und Kunden, sich für Solarstrom plus entschieden? Wir würden Ihre Motive und Ihre Erwartungen gerne kennenlernen – um unseren neuen Tarif und die politische Arbeit für einen sozialverträglichen Braunkohleausstieg weiter zu verbessern. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, bis zum 14. Januar 2018 an unserer Umfrage teilzunehmen. Ihre Hilfe kostet Sie keine fünf Minuten. Apropos fünf: Als Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern fünf attraktive Greenpeace-Energy-Überraschungspakete.

» Klicken Sie sich rein - hier geht es zur Umfrage.

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