Aktueller Testbericht der Zeitschrift Öko-TestGreenpeace Energy als „Leitwolf“

– Pressemitteilung

Die Zeitschrift Öko-Test bescheinigt dem Stromprodukt von Greenpeace Energy eine positive „Sonderrolle“ auf dem deutschen Ökostrommarkt. Im heute erschienenen Testbericht „Ökostrom-Tarife“ hebt das Magazin Greenpeace Energy ausführlich als Ökostrom-Anbieter hervor, der die besonders strengen „Kriterien für sauberen Strom“ der Umweltschutzorganisation Greenpeace befolgt. Das Hamburger Unternehmen wird im Artikel als „Leitwolf“ der Branche bezeichnet.

So verzichtet Greenpeace Energy auf den Einsatz von handelbaren Zertifikaten – ein Instrument, mit dem sich Kohle- und Atomstrom nachträglich „grünwaschen“ lässt. Außerdem investiert Deutschlands größte Energie-Genossenschaft regelmäßig in den Bau neuer Ökostrom-Anlagen und passt die eigene Stromlieferung so genau wie möglich an den Bedarf seiner Kunden an. Unabhängige Gutachter prüfen jedes Jahr die Einhaltung dieser Kriterien.

In der Vergleichstabelle des aktuellen Öko-Test-Berichtes allerdings fehlt – wie schon im Vorjahr – der Ökostrom von Greenpeace Energy. Der Grund: „Aufnahmebedingung“ in die Tabelle ist, dass der gelistete Stromtarif mit dem „ok-Power-Label“ oder dem „Grüner Strom Label Gold“ zertifiziert ist. Greenpeace Energy nutzt diese Siegel in ihrer jetzigen Form nicht, denn die Ökoenergie-Genossenschaft hält die dafür zugrunde gelegten Kriterien teilweise für veraltet und für nicht mehr zielführend, um die ökologische Qualität von Stromprodukten umfassend zu beurteilen.

„Fortschrittliche Anbieter sollten sich heute auch um die bedarfsgerechte Einspeisung des erzeugten Ökostroms kümmern – also etwa schwankende Energie aus Sonne oder Wind möglichst verlustfrei einsetzen“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Zudem sollte Ökostrom nicht nur einen zusätzlichen Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken anstreben, was angesichts des erfolgreichen EEG nicht viel bringt, sondern breiter die gesamte Infrastruktur der erneuerbaren Energien fördern. Schließlich solle laut Tangermann eine Bewertung einfließen, ob der jeweilige Anbieter Tochter eines Energieversorgers ist, der auch schmutzigen Braunkohle- und Atomstrom im Portfolio hat – oder aber als Ökostromanbieter gänzlich unabhängig ist und im Sinne der Energiewende agiert.

Auch im Freiburger Öko-Institut, das mit seiner „EcoTopTen“-Liste die Grundlage für die Auswahl der im Magazin getesteten Ökostromtarife lieferte, sieht man dies offenbar ähnlich: EcoTopTen-Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack räumt im aktuellen Öko-Test-Artikel ein: Die bisher zugrunde gelegten Kriterien für Ökostrom „sollten überarbeitet werden“. So sei es sinnvoll, künftig das betreffende Gesamtunternehmen zu betrachten, statt ein isoliertes Stromprodukt. Außerdem müsse „beispielsweise die Integration der Erneuerbaren in unser Stromsystem“ stärker berücksichtigt werden, so Expertin Quack.

„Wir freuen uns darüber, dass auch im Öko-Institut eine Debatte darüber stattfindet, wie guter Ökostrom heute zu definieren ist“, sagt Greenpeace-Energy-Vorstand Sönke Tangermann. „Wir stellen uns deshalb gerne konstruktiven Diskussionen über zeitgemäße Ökostrom-Qualitätskriterien“, ergänzt er, „und wenn es gelingt, die EcoTopTen-Liste entsprechend neu zusammenzustellen, können auch wir uns vorstellen, dort wieder gelistet zu werden.“

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