Vorwürfe des Kölner Stadtanzeigers sind haltlosGreenpeace Energy - ehrlicher Ökostrom. Ohne Tricks!

– Pressemitteilung

In den vergangenen Tagen sind in einigen Artikeln falsche Anschuldigungen gegen Greenpeace Energy aufgetaucht. Die Artikel „Greenpeace trickst beim Ökostrom“ (Kölner Stadtanzeiger online) und „Auch Regenbogenkrieger tricksen beim Ökostrom“ (Printausgabe des Kölner Stadtanzeigers vom 16.01.2010) verdrehen Tatsachen und enthalten nicht haltbare Behauptungen.

Dadurch legen die Artikel sogar den Verdacht nahe, dass der Autor die Leistungen von Greenpeace Energy gezielt diskreditieren wollte. Greenpeace Energy ist vor Veröffentlichung des Artikels noch nicht einmal die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt worden. Mittlerweile hat die Redaktion reagiert und hat den Online-Artikel aus dem Netz genommen. Trotzdem wollen wir im Folgenden zu den haltlosen Anschuldigungen der Artikel Stellung beziehen:

1. Die Überschriften 
Die Überschriften („Greenpeace trickst bei beim Ökostrom“ und „Auch Regenbogenkrieger tricksen beim Ökostrom“) der beiden ansonsten wortgleichen Artikel unterstellen, wir würden den Verbraucher betrügen und nicht das halten, was wir versprechen. In beiden Artikeln wird jedoch an keiner Stelle ausgeführt, worin die Trickserei bestehen soll. Dies ist nicht nur ein journalistisch äußerst schlechter Stil, sondern rufschädigend, da der Autor mit einer Aufzählung von angeblichen Fakten den Eindruck erweckt, seine These in der Überschrift zu beweisen.

2. Keine einzige Kilowattsekunde von eigenen Ökokraftwerken?
Durch die Behauptung „Fakt eins ist, dass für die Kunden von 'Greenpeace Energy' zum zehnjährigen Bestehen keine einzige Kilowattsekunde von eigenen Ökokraftwerken bezogen wurde“, wird der falsche Eindruck erweckt, wir hätten seit unserer Gründung bis heute nie Strom aus eigenen Ökokraftwerken bezogen. Tatsache ist, dass wir seit Gründung der Genossenschaft in vergleichsweise großem Umfang Windkraft zeitgleich zu seiner Produktion in unseren Strommix integrieren. Unter anderem auch aus unserem eigenen Windpark „Parndorf 2“.

3. Strom aus 17 Laufwasserkraftwerken aus Österreich?
Zur Formulierung „Fakt zwei ist, dass auch der Strom für Kunden von 'Greenpeace Energy' zum Jubiläumstag aus 17 Laufwasserkraftwerken bezogen wurde, die allesamt in Österreich stehen“:  Diese Formulierung erweckt den Eindruck, dass damit bewiesen wäre, dass Greenpeace Energy tricksen würde. Es wird nicht ausgeführt, wodurch wir damit gegen eigene Regeln verstoßen würden. Die 17 Lieferantenkraftwerke stehen alle auf unserer Website, auf der Greenpeace Energy seit jeher alle seine Lieferantenkraftwerke veröffentlicht.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich Greenpeace Energy im hart umkämpften Strommarkt etabliert und ein erfolgreiches und funktionierendes Genossenschaftsmodell aufgebaut. Damit hat Greenpeace Energy eines seiner wichtigsten Ziele erreicht: Wir bauen seit 10 Jahren systematisch eine unabhängige Stromversorgung mit Ökostrom auf. Dabei gehen wir Schritt für Schritt vor: Nach dem erfolgreichen Aufbau einer zuverlässigen Stromversorgung haben wir in den letzten Jahren das Geschäftsfeld des Anlagebaus und dessen Finanzierung erfolgreich etabliert. Insgesamt wurden bereits über 40 Megawatt Wind- und Solarkraftwerke errichtet. Seit 2009 erfolgt die schrittweise Integration dieser Anlagen in unsere Stromlieferung an die Kunden, wofür wir derzeit in die entsprechende Software und Steuerungstechnik investieren. Mit dieser Entwicklung eines in der Stromwirtschaft einmaligen Genossenschaftsmodells gehört Greenpeace Energy zu einem der erfolgreichsten Ökostromanbietern Deutschlands.

4. Lieferungen von Anlagenteilen von Areva und Siemens? 
Der Artikel führt weiterhin Lieferungen von Anlagenteilen von Areva und Siemens als Beweis dafür an, dass wir angeblich tricksen. 
Richtig ist, dass der Transformator in unserer Fotovoltaikanlage Dasing bei Augsburg von Areva an den Hersteller der Wechselrichterstation geliefert wurde und dass Areva diesen Trafo wartet, wie wir in unseren eigenen Publikationen ausgeführt haben. Falsch ist der Eindruck, der damit erweckt wird, wir würden damit gegen eigene Regeln verstoßen. 
Der Autor unterschlägt zudem die Information, dass der Trafo im Komplettpaket, zusammen mit Wechselrichtern und den Betonstationen verkauft wird. Wenn man ein Auto kauft, sind dort ebenso Teile eingebaut, die von anderen Herstellern sind. Es gab somit keine Wahl bei der Wahl des Trafo-Herstellers. Als die Anlage 2006 gebaut wurde, war die Nachfrage nach dieser Art Trafos sehr stark. Nur durch Glück konnte der Transformator rechtzeitig beschafft werden, weil ein anderer Auftragnehmer abgesprungen war. Wir haben uns dann dafür entschieden, diesen auch vom Hersteller warten zu lassen.

Richtig ist, dass Planet energy, die Tochterfirma von Greenpeace Energy für den Anlagenbau, drei Windanlagen von Siemens Windenergie GmbH in Soltau betreibt. Dieser Umstand ist seit Bau der Anlagen im Jahre 2005 bekannt (die Typen aller von uns gebauten Windanlagen sind stets auf unserer Website veröffentlicht). Der Standort wurde im Januar 2004 auf diesen Anlagentyp genehmigt, als Siemens den Hersteller noch nicht gekauft hatte. 

Seit Bestehen der Genossenschaft im Jahre 2000 sind wir mit der Frage konfrontiert, ob und in welchem Umfang wir Komponenten und Anlagen von Herstellern beziehen, die sich im Besitz von Unternehmen befinden, die auch mit Atomkraft ihr Geld verdienen. Wir versuchen dies möglichst zu vermeiden. Nicht mehr möglich ist ein Ausweichen auf andere Hersteller wenn z.B. in der Baugenehmigung des Kraftwerksstandortes ein bestimmter Anlagentyp vorgegeben ist oder Anlagenteile als Bestandteil einer Komponente verbaut werden, wie zum Beispiel bei einer Wechselrichterstation. Wir halten es für ökologisch und politisch sinnvoller, diese Projekte trotz dieser Lieferanten umzusetzen, als die Projekte zu gefährden oder auf deren Umsetzung zu verzichten. Diese Position vertreten wir seit Gründung der Genossenschaft gegenüber allen Kunden und Mitgliedern.

Zurück zum Pressearchiv