Die Handlungsempfehlung zum NetzausbauGreenpeace Energy unterzeichnet „Plan N“

– Pressemitteilung

Die Energiewende erfordert ein Umdenken in der Stromwirtschaft - und sie erfordert einen Ausbau der Netze. Soweit, so unstrittig. Doch wie dieser Ausbau auszusehen hat, darüber wird kontrovers diskutiert.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat zum Thema, noch unter Sigmar Gabriel, das Forum Netzintegration gegründet, um genau diese Fragestellung unter Berücksichtigung aller Interessen zu behandeln. Im Forum sind die Übertragungsnetzbetreiber ebenso vertreten wie Bürgerinitiativen und Energieversorger. Resultat der Arbeit ist der Plan N, eine „Handlungsempfehlung an die Politik zur zukünftigen Integration erneuerbarer Energien in die Stromnetze“.

Greenpeace Energy ist aufgrund der Geschäftspolitik zwar kein Mitglied des Forums, hat nun aber den Plan N offiziell unterschrieben. Warum? Das Thema Netzausbau dient Bremsern und Gegnern immer wieder als Argumentationshilfe. Ein beliebtes Schema ist der Verhinderungsvorwurf: Ihr wollt Ökostrom, aber wenn man Euch eine Starkstromleitung vor die Tür bauen will, gründet Ihr eine Bürgerinitiative. Dieser Argumentation wird mit dem Plan N die Grundlage entzogen. Denn: Alle Beteiligten haben konkrete Vorschläge erarbeitet, nach denen der Netzausbau - zum Teil im Gegensatz zur Dena Netzstudie - sozial verträglich, wirtschaftlich bezahlbar und zielführend zur Integration der Erneuerbaren vorgenommen werden kann. Die Grundsätze des Plan N sind:

• Ertüchtigung vorhandener Leitungen geht vor Neubau,
• Ergänzung durch intelligente Steuerung und Stromspeicher,
• Erdverkabelung statt Freileitung, wo immer nötig und möglich,
• Besserer Schutz der Anwohner.

Auf diese Grundsätze haben sich alle Teilnehmer des Forums geeinigt - auch die Bürgerinitiativen und die Übertragungsnetzbetreiber. Und auch Greenpeace Energy unterstützt die Empfehlungen, denn der Plan zeigt den technisch, wirtschaftlich und ökologisch richtigen Weg zum Netzausbau. 

Die Übertragungsnetzbetreiber, die den Plan mitentwickelt haben, unterschreiben nun allerdings die Endfassung nicht. Somit bringt der Plan N einen weiteren wichtigen Aspekt ans Licht: Er zeigt, wer in Wahrheit der Bremser ist und wer konsequent an Lösungen arbeitet.

Zurück zum Pressearchiv