Erfolgreiche Unterschriftensammlung gegen den energiepolitischen Kurs des DIHKSignal gegen längere AKW-Laufzeiten

– Pressemitteilung

Fast 1.500 Unternehmen und engagierte Bürger haben sich an der Unterschriftenaktion von Greenpeace Energy gegen den Pro-Atom-Kurs des Deutschen Industrie- und Handelskammertags beteiligt. Mit Erfolg: Die Online-Unterschriftensammlung, die heute zu Ende geht, zeigt durchaus Wirkung beim DIHK. Entgegen den ursprünglichen Plänen hat der Verband seine atomfreundlichen „Anforderungen an das Energiekonzept der Bundesregierung“ bislang nicht veröffentlicht.

Im Entwurf des DIHK-Papiers stand die Behauptung, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke lägen angeblich „im Gesamtinteresse der Wirtschaft“. Die von Greenpeace Energy gegen diese Behauptung initiierte Online-Petition unterzeichneten fast 1.500 Unternehmen und Privatpersonen. Außerdem schrieben zahlreiche Firmen ihre Industrie- und Handelskammern direkt an und protestierten gegen den Pro-Atom-Kurs des Verbandes. Der Zorn dieser Unternehmen ist auch vor dem Hintergrund zu verstehen, dass der „Kammerzwang“ sie zur Mitgliedschaft in einer Industrie- und Handelskammer verpflichtet und sie den einseitig atomfreundlichen Aussagen des DIHK über Mitgliedsbeiträge mitfinanzieren müssen.
Die Unterschriften übergab Greenpeace Energy an den Leiter des Energiereferats beim DIHK, Dieter Kreikenbaum. Dabei wies die Energie-Genossenschaft mit Nachdruck darauf hin, dass der DIHK sich in der Atomfrage nicht auf die Seite einiger weniger Großkonzerne schlagen dürfe, sondern vielmehr energiepolitische Neutralität zu wahren habe. 
Das Ergebnis der Online-Unterschriftensammlung wertet Greenpeace-Energy-Vorstand Robert Werner als Erfolg. „Die Unterstützung, die wir erhielten, bestärkt uns darin, auch künftig darauf zu achten, dass der DIHK in der anstehenden Diskussion um das Energiekonzept der Bundesregierung nicht aktiv für längere AKW-Laufzeiten eintritt“, betonte Werner: „Wenn der Verband im angeblichen gesamtwirtschaftlichen Interesse Positionen vertritt, die vor allem den Atomkonzernen nutzen, aber den vielen Unternehmen schaden, die auf erneuerbare Energien setzen, dann ist das ein Skandal.“ 
Aufgrund eines technischen Fehlers konnten diejenigen Teilnehmer an der Online-Unterschriftensammlung, die weitere Informationen wollten, nun doch nicht eigens angeschrieben werden. Es war nicht auszuschließen, dass dann auch solche Unterzeichner Post erhielten, die das entsprechende Feld nicht angekreuzt hatten. Dies wäre datenschutzrechtlich nicht zulässig. Greenpeace Energy bittet um Verständnis und entschuldigt sich bei allen, die sich zu diesem Thema mehr Post von der Energie-Genossenschaft gewünscht hatten.

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