Verbund AG will Anteile an Braunkohlekraftwerk in der Türkei verkaufen

– Pressemitteilung

Die Verbund AG aus Österreich steht kurz vor dem Ausstieg aus dem geplanten Braunkohlekraftwerk in der Türkei und will ihre Anteile am türkischen Versorger Enerjisa an den Energieversorger Eon abgeben.

Nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Der Standard soll die Verbund AG im Gegenzug Wasserkraftwerke in Deutschland und Österreich erhalten. Das Braunkohlekraftwerk im türkischen Tufanbeyli wird durch das Joint Venture Enerjisa gebaut, an dem die Verbund AG beteiligt ist. Auf ihrer Internetseite hat die Verbund AG Gespräche über einen möglichen Verkauf der Anteile bestätigt.

Greenpeace Energy bezieht seit 2005 Strom aus Wasserkraftwerken der Verbund AG. Ziel der Energie-Genossenschaft ist eine Energieversorgung nur aus umweltfreundlichen Quellen, ohne Kohle und Atom. Aus diesem Grund lehnt Greenpeace Energy den Neubau von Kohlekraftwerken entschieden ab. Die Energie-Genossenschaft kritisiert deshalb die Beteiligung der Verbund AG an dem Bau des Braunkohlekraftwerks im türkischen Tufanbeyli deutlich und hat die Verbund AG in einem gemeinsamen Brief weiteren Ökostromanbietern aufgefordert, aus dem Projekt auszusteigen.

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