Mitmach-Aktion zur Energiewende„Windstärken“ wirbt auf dem EUREF-Campus für schnelleren Erneuerbaren-Ausbau

– Meldung

Die Kampagne #windstärken zur Stärkung der Windenergie macht von dieser Woche an auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg Station. Direkt am Fuße des Gasometers steht derzeit ein weithin sichtbarer, knallgrüner Glascontainer, in dem ein Wirbelwind viele tausend Stimmzettel bewegt. Auf diesen Zetteln haben Menschen mit ihrem Namen unterzeichnet, die sich für einen konsequenten Ausbau der Windkraft im Sinne des Klimaschutzes aussprechen.

Der Clou: Wer abstimmt, kann live verfolgen, wie sein Stimmzettel im Glascontainer ausgedruckt und Teil des Windwirbels – eines symbolischen „Protest-Sturms“ – wird. Die Ökoenergiegenossenschaft Greenpeace Energy hat diese Aktion initiiert, um auf die Bedeutung der Windenergie für Energiewende und Klimaschutz aufmerksam zu machen – und um ambitioniertere Erneuerbaren-Ausbau-Ziele von der Politik einzufordern.

Der aktuelle Ort für diese Kampagne ist bewusst gewählt: „Der EUREF-Campus ist seit über zehn Jahren ein Reallabor der Energiewende. Hier zeigen wir in einer innovativen Gemeinschaft aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden, wie ein Stadtquartier unter anderem durch die Nutzung erneuerbarer Energien die Klimaziele der Bundesregierung erreichen kann“, so Karin Teichmann, Vorstandsmitglied der EUREF AG. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Reinhard Müller nahm Sie den Windstärken-Aktionscontainer gestern in Empfang.

„Damit wir unsere international vereinbarten und völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzziele erreichen, muss der Ausbau der Windenergie schnell wieder  Fahrt aufnehmen“, sagte Ariane August, Politikreferentin bei Greenpeace Energy. Zuletzt war der Ausbau der Windenergie in Deutschland massiv eingebrochen. Unter anderem, weil wegen schleppender Genehmigungsverfahren und Klagen große Verunsicherung in der Branche herrscht. „Die Diskussion um Mindestabstände und eine vermeintlich geringe Akzeptanz der Windkraft bremsen die Realisierung neuer Windprojekte“, so Ariane August. Dabei zeigen Umfragen, dass eine große Mehrheit der Menschen hierzulande für einen raschen Ausbau der Windenergie ist – selbst wenn sich diese in der Nähe ihres Wohnortes befinden.

Inzwischen ist in die Diskussion um Abstandsregelungen für neue Windparks Bewegung gekommen. Erst vor wenigen Tagen rückte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der bisherigen Forderung der Großen Koalition, einen pauschalen bundesweiten Mindestabstand von 1.000 Metern zu Wohnsiedlungen vorzuschreiben ab. Nach dem jüngst bekannt gewordenen Entwurf der Bundesregierung sollen die Länder künftig entscheiden, wie groß die Mindestabstände ausfallen sollen. „Ob das der Energiewende am Ende hilft oder nicht lässt sich noch nicht sagen. Gut ist in jedem Fall, dass die CDU erkannt zu haben scheint, dass ihre Blockadepolitik gegen den Ausbau der Windenergie an Land weder dem Klima noch der Energiewende in Deutschland helfen“, so August.

„Windstärken“ war mit dem Aktions-Container bereits auf mehreren Klimademos unterwegs. Zudem wurden im Rahmen der Kampagne bereits Forderungskataloge an Bundes- und Landespolitiker übergeben. Greenpeace Energy will weiter Druck auf die Politik machen, damit diese die Weichen für einen ambitionierten Windausbau stellt. Die Unterstützung durch den EUREF-Campus in Berlin, der bundesweit als Innovationslabor für die Energiewende gilt, ist dabei besonders willkommen.  Hier ist für Ende März zudem eine Diskussionsveranstaltung zum Thema  Windenergie als wichtige Säule im Klimaschutz geplant.

Weitere Infos: Die Kampagne „Windstärken“ wird noch bis Ende März laufen. Mehr Infos zur Aktion und die Möglichkeit zum Mitmachen finden Interessierte unter der Internetadresse windstaerken.org. Dort kann man auch einen Newsletter abonnieren, der über neueste Entwicklungen informiert.

Bilder zum Artikel

Der Aktionscontainer wird am EUREF-Campus in Empfang genommen (v.ln.r.): Ariane August (Greenpeace Energy), Reinhard Müller, Karin Teichmann (Vorstand EUREF AG), Christoph Rasch (Greenpeace Energy). Foto: Christoph Eckelt / Greenpeace Energy eG
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