Trauer um einen Visionär der EnergiepolitikZum Tode Hermann Scheers

– Pressemitteilung

Hermann Scheer verstarb am gestrigen Donnerstag völlig unerwartet im Alter von 66 Jahren. Mit ihm verliert die Welt einen herausragenden Energiepolitiker und einen Politiker, der sich über die Grenzen hinweg für den Ausbau der Erneuerbaren Energien stark machte.

Vom amerikanischen „Time Magazine“ als „Hero for the Green Century“ ausgezeichnet und als Präsident der Eurosolar auch gemeinhin „Solarpapst“ genannt, wurde Scheer 1999 für seinen „unermüdlichen Einsatz zur weltweiten Förderung der Sonnenenergie“ mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

 Scheer erkannte schon früh, früher als die meisten, die Notwendigkeit und Bedeutung der Energiewende und wurde zum Wegbereiter für das Erneuerbaren-Energien-Gesetz in Deutschland. Auch die Gründung der internationalen Behörde für Erneuerbare Energien, der International Renewable Energy Agency, darf als sein Verdienst angesehen werden. 

Mit seinen Publikationen, wie beispielsweise dem Buch „Energieautonomie“, das als Grundlage für den Film „Die 4. Revolution - Energy Autonomy“ diente, zeigte er zudem Wege und Möglichkeiten für die Energiewende auf, die sich nie nach parteilichen Strategien oder Positionen richteten, sondern immer seiner Überzeugung folgten: „Keine Ausreden mehr. 100 Prozent Erneuerbare - jetzt!“ 

Seine Bedeutung für die internationale Energiepolitik wird vermutlich erst in einigen Jahren angemessen gewürdigt. Klar ist jedoch schon jetzt: Mit ihm wird im Kampf für die Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien einer der wichtigsten Botschafter fehlen.

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