Unser Windgas im Detail

Es gibt derzeit keine Alternative zu Erdgas. Doch wir können dafür sorgen, dass es aus sauberen Quellen kommt und langfristig überflüssig wird: mit dem Einsatz und der Förderung der Windgas-Technologie. Denn über ein Elektrolyseverfahren ist es möglich, aus Windenergie Wasserstoff herzustellen und diese erneuerbare Energie als Gas einfach in das vorhandene Erdgas-Netz einzuspeisen.

  • Schlüsseltechnologie der Energiewende
    Die Windgas-Technologie wandelt die im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien anfallenden Stromüberschüsse aus Windenergie- und Photovoltaik per Elektrolyse in erneuerbaren Wasserstoff (und in einem zweiten Schritt) in Methan um. So geht keine Kilowattstunde Grünstrom verloren.
  • Windgas als Langzeitspeicher
    Windgas verfügt als einzige Speicheroption über die nötige Kapazität, um die deutsche Stromversorgung auch in einem vollständig erneuerbaren Energiesystem bis zu drei Monate aufrecht zu erhalten, selbst wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.
  • Erst Windgas macht 100 % Erneuerbare möglich
    Eine Stromversorgung vollständig aus Wind, Sonne und Co. ist nur mit Windgas möglich. Auch zur Dekarbonisierung des Verkehrs, der Industrie und der Wärmeversorgung, also zur drastischen Absenkung der CO2-Emmissionen in diesen Sektoren, ist Windgas unverzichtbar.
  • Mehr Versorgungssicherheit durch Windgas
    Windgas bietet vielfältige Dienstleistungen für eine sichere erneuerbare Energieversorgung – nicht nur als Speicheroption, sondern auch als Flexibilitätsoption zur Stabilisierung der Netzspannung.
  • Nutzung der vorhandenen Infrastruktur
    Windgas nutzt mit dem Gasnetz samt unteririschen Speichern bereits vorhandene – und bezahlte – Infrastruktur, um erneuerbare Gase zu speichern und über große Strecken zu transportieren. So behält das Netz seine Funktion, auch wenn kein fossiles Gas mehr fließt.
  • Sektorkopplung
    Erneuerbarer Strom wird künftig zwar zur Primärenergiequelle für sämtliche Wirtschaftssektoren, kann aber nicht den gesamten Bedarf von Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung abdecken. Hier stellt Windgas bislang fossil erzeugte Ausgangsstoffe für die Chemieindustrie oder Kraftstoffe für Lastverkehr, Luft- und Schifffahrt in erneuerbarer Form und den erforderlichen Mengen bereit.

Bewusster Verzicht auf Biogas

Wussten Sie schon, dass man mit der Wahl des Energieversorgers auch ein Statement für den Tierschutz geben kann? Es gibt kaum einen Energieversorger, der nicht mit Nebenprodukten aus der Tierhaltung arbeitet. Wir hingegen bieten nicht bloß Ökostrom an, sondern gleichzeitig Energie ohne Massentierhaltung und Intensivlandwirtschaft. Mit proWindgas bietet Greenpeace Energy zudem als erster Energieversorger einen Gastarif an, der die innovative Windgas-Technologie fördert. Windgas ist eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Biogas, denn es entsteht durch die Umwandlung von Ökostrom in Wasserstoff, der ins Gasnetz eingespeist werden kann. Gemeinsam mit unseren Kunden sorgen wir dafür, dass diese tolle Idee Realität wird.

Darüber hinaus empfehlen zahlreiche Vereine und Verbände, wie etwa die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt oder Ärzte gegen Tierversuche e.V., den Wechsel zu Greenpeace Energy als tierfreundlichsten Energieversorger.


STROM WIRD ZU GAS – DIE TECHNIK

Schon vor über 200 Jahren hat der italienische Physiker Alessandro Volta entdeckt, dass man elektrischen Strom nutzen kann, um chemische Prozesse auszulösen. Dieses Verfahren wird als Elektrolyse bezeichnet. Es liefert die Grundlage für die Herstellung von Windgas.

Hierbei wird Strom eingesetzt, um Wasser in seine Grundstoffe aufzuspalten: in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Sauerstoff wird in die Atmosphäre, der Wasserstoff ins Gasnetz geleitet, wo er sich mit dem bereits vorhandenen Erdgas vermischt.

Durch ein weiteres chemisches Verfahren lässt sich der Wasserstoff bei Bedarf methanisieren. Hierbei kann Wasserstoff zu Methan weiterverarbeitet werden. Dieses erneuerbare Methan kann das herkömmliche Erdgas langfristig vollständig ersetzen und damit den Übergang von fossilem zu erneuerbarem Gas leisten.

Mehr Fragen zur Windgas-Technologie beantworten wir in unserem Service-Bereich.

Gasbarometer

MonatWindgasanteil in %Erdgasanteil in %
Januar0,90 %99,10 %
Febuar0,91 %99,09 %
März0,79 %99,21 %
April----
Mai----
Juni----
Juli----
August----
September----
Oktober----
November----
Dezember----
MonatWindgasanteil in %Erdgasanteil in %
Januar0,75 %99,25 %
Febuar0,89 %99,11 %
März0,99 %99,01 %
April0,71 %99,29 %
Mai2,04 %97,96 %
Juni0,60 %99,40 %
Juli0,83 %99,17 %
August0,89 %99,11 %
September0,66 %99,34 %
Oktober0,60 %99,40 %
November0,65 %99,35 %
Dezember0,73 %99,27 %

Im Gasbarometer finden Sie die Zusammensetzung unseres Gasmixes. Der Wasserstoffanteil schwankt von Monat zu Monat und hängt von der eingespeisten Menge Windgas, der Kundenzahl und dem Verbrauch der Kundinnen und Kunden ab. Der Wasserstoff stammt aus unserem ersten eigenen Elektrolyseur im bayerischen Haßfurt, vom Lieferanten Enertrag in Brandenburg sowie von den Mainzer Stadtwerken.

Unser Ziel ist es, den Windgas-Anteil in den kommenden Jahren nach und nach zu erhöhen. Da die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff heute noch recht teuer ist und wir unseren Gaspreis stabil und konkurrenzfähig halten möchten, können wir den Wasserstoffanteil nur langsam steigern.

Wie viel tatsächlich eingespeist wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: So kann in windarmen Monaten, wenn wenig überschüssiger Windstrom verfügbar ist, weniger Wasserstoff erzeugt werden. Und im Sommer, wenn weniger Erdgas durch die Leitungen fließt, sinkt zugleich die absolute Menge an Wasserstoff, die eingespeist werden kann, da es prozentuale Obergrenzen für die Einspeisung gibt.

Erdgas ist die Brücke

Unsere Kunden erhalten ein Erdgas-Windgas-Gemisch. Erneuerbares Windgas wird dem fossilen Erdgas mit wachsendem Anteil beigemischt und soll das herkömmliche Gas schrittweise ersetzen.

Und genau das ist nach unserer Überzeugung sinnvoll. Für den Umbau unserer Energielandschaft hin zu einer Versorgung mit 100 % erneuerbaren Energien ist Erdgas eine wichtige Brückentechnologie.

Bei der Wahl unserer Erdgas-Lieferanten legen wir daher höchste Qualitätsansprüche an.

Mehr erfahren

Ein Gastarif verändert die Energiewelt

Von der Idee zur Realität innerhalb kürzester Zeit – unser Gastarif beschäftigt die Energiewelt. Immer mehr Energieversorger, Konzerne und Unternehmen erkennen das Potenzial der Technologie. 

2018

Windgas wird günstig und ist einen Preis wert

Erneuerbarer Wasserstoff kann schon in den 2030er-Jahren günstiger sein als fossiles Erdgas. Das belegt im April eine Kurzstudie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool in unserem Auftrag. Im November erhält die Windgas Haßfurt GmbH, unser Gemeinschaftsunternehmen mit dem fränkischen Stadtwerk Haßfurt, den Bayerischen Energiepreis für den Praxiseinsatz der zukunftsweisenden Power-to-Gas-Technologie. Ebenfalls im November haben wir mit „Energie des Nordens“ das nächste eigene Elektrolyseur-Projekt angestoßen, diesmal nahe der dänischen Grenze. Am 31.12. erreichen wir mit 19.839 proWindgas-Kund*innen fast die 20.000er-Marke.

2017

Wasserstoff-Anteil mehr als verdoppelt

Greenpeace Energy hat in Mainz eine weitere Windgas-Anlage unter Vertrag genommen. Damit erreicht proWindgas ein neues Rekordniveau: rund 2.600 Megawattstunden (MWh) an Wasserstoff werden beigemischt. Gegenüber dem Vorjahr 2016 mit 989 MWh steigert Greenpeace Energy damit die Menge um gut 150 Prozent auf rund 1% Wasserstoff-Anteil.

2016

Unser erster eigener Elektrolyseur

Die nächste Ausbaustufe: Gemeinsam mit den Städtischen Betrieben Haßfurt nimmt Greenpeace Energy den ersten eigenen Elektolyseur der neuesten Generation in Betrieb.

2015

10.000-Kunden-Marke geknackt

Am 1. April 2015, nur dreieinhalb Jahre nach dem Start, können wir bereits den 10.000sten proWindgas-Kunden begrüßen.

2014

Windgas-Einspeisung beginnt

Wasserstoff marsch: Ein kleiner Dreh am Ventil als Fortschritt für die Energiewende – ab Dezember 2014 strömt in Brandenburg Windgas für unsere Gaskunden ins Netz.

2013

Erster Spatenstich für Einspeisung von Windgas

In Brandenburg findet der erste Spatenstich statt, um den Elektrolyseur der Firma Enertrag ans Gasnetz anzuschließen. Mit dem dort produzierten Wasserstoff sollen zukünftig unsere Gaskunden versorgt werden.

2012

Rasanter Kundenzuwachs

Immer mehr Kundinnen und Kunden wechseln innerhalb der ersten Monate in den neuen Gastarif, zum Jahreswechsel 2011/2012 sind es bereits mehr als 5.000.

2011

Greenpeace energy startet proWindgas

Eine echte Innovation: Im Oktober 2011 kommt der weltweit erste Fördertarif für die Windgas-Technologie auf den Markt und setzt ein Zeichen für die Energiewende.

Jede Revolution hat mal klein angefangen. Diese mit 0,4 Cent.

Als erster Energieversorger bietet Greenpeace Energy einen Gastarif an, der die Windgas-Technologie fördert: Mit dem proWindgas-Tarif unterstützen Sie die Energiewende ganz einfach beim Heizen, Kochen oder Backen.

Der monatliche Grundpreis von 9,90 Euro deckt u.a. die laufenden Kosten für Verwaltung, Vertrieb und Abrechnung.

Bei unserem Arbeitspreis von 6,30 Cent pro Kilowattstunde fallen für die Gasbeschaffung selbst 2,66 Cent an. Mehr als die Hälfte der Kosten verursachen Steuern und Netzentgelte: insgesamt 3,30 Cent. Hinzu kommt der Förderbeitrag von 0,34 Cent (inklusive Umsatzsteuer entspricht das 0,40 Cent) pro Kilowattstunde, der in den Ausbau der Windgas-Technologie fließt.

* Die Netznutzungsentgelte variieren bundesweit je nach Netzgebiet. Bei diesem Wert handelt es sich um einen Durchschnitt, der über alle bundesdeutschen Netzentgelte gebildet wurde.

Die Tarifmerkmale im Überblick

Arbeitspreis6,30 Cent/kWh
Grundpreis9,90 Euro
Förderbeitrag0,34 Cent/kWh
PreisgarantieBis mindestens 31.12.2019
MindestvertragslaufzeitKeine
Kündigungsfrist4 Wochen zum Monatsende
VorkasseKeine
ZahlungsartRechnung, SEPA-Lastschrift
  • Zukunfts­technologie für erneuer­bares Gas
  • Ökologisch wertvoll durch Nutzung über­schüssiger Wind­energie
  • Kein Gas aus Massen­­tierhaltung

Bei Fragen zu Produkten oder Tarifen
040 / 808 110 600 Montag - Freitag von 8-19 Uhr, Ortstarif

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